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Schulentwicklungsprojekt

Was sind gemischte Klassen? Und wieso werden die gemischten Oberstufenklassen im Buchholz erweitert?
Bei gemischten Klassen werden Schüler/innen aus Ober-, Real- und Sekundarschule in ausgewählten Fächern in gemeinsamen Klassen unterrichtet. Die Schüler/innen der Real- und Oberschule im Buchholz werden bereits seit fünf Jahren in integrierten Klassen unterrichtet. Die positiven Erfahrungen mit den integrierten Real- und Oberschulklassen überwiegen. Es konnte eine Steigerung der Lernmotivation festgestellt werden. Zudem sind Stufenwechsel einfacher und schneller möglich und haben zusätzlich den Vorteil, dass die Lernenden die Klasse nicht wechseln müssen. Auf diese Weise kann eine stabile soziale Eingebundenheit gewährleistet werden. Des Weiteren gibt es immer wieder Schüler/innen, welche nicht klar einem Schultyp zugeordnet werden können.

Aus diesen Gründen hat die Schulkommission im Mai 2021 den Grundsatzentscheid zur Einführung von Niveauklassen und der Erweiterung der integrierten Oberstufenklassen getroffen.

Was ist der aktuelle Stand der Entwicklung?
Das Departement für Bildung und Kultur des Kantons Glarus (DBK) hat das Konzept für diese Entwicklung und die Einführung bewilligt. Die Anpassung der Organisation wurde im August 2022 eingeführt.

Was ist das Ziel?
Das Ziel ist es, für die individuellen Bedürfnisse der Lernenden die bestmögliche Schule zu sein. Die Schüler/innen sollen ihren Begabungen und Stärken entsprechend gefördert werden. Sie sollen am Ende ihrer Schulzeit auf berufliche und gesellschaftliche Herausforderungen vorbereitet sein.

Um später in der Berufswelt erfolgreich bestehen zu können, braucht es, neben fachlichem Wissen vermehrt Kompetenzen wie Anpassungsfähigkeit, Selbständigkeit, Flexibilität, Gewissenhaftigkeit, Toleranz und Wille zur Weiterentwicklung. Die Schule ist ein Abbild der Gesellschaft und hat somit die Pflicht, die geforderten Fähigkeiten zu vermitteln. Mit der Einführung von Niveaufächern und der Erweiterung der integrierten Klassen können diese Kompetenzen aufgebaut werden und die Schüler/nnen können eine auf individuelle Leistungsfähigkeit angepasste Förderung erfahren.

Gibt es nach wie vor Sekundar-, Real- und Oberschüler/innen?
Ja, die Schultypen Sekundar-, Real- und Oberschule bleiben erhalten. Wenn sich die vollbrachten Leistungen einer Schülerin oder eines Schülers stark verändern und sie oder er in einem anderen Schultyp besser gefördert werden kann, kann der Schultyp nach wie vor gewechselt werden. Auch die Zeugnisse werden nach den Schultypen Sekundar-, Real- oder Oberschule ausgestellt.

Wie gestaltet sich der Unterricht?
Neu werden die Schüler/innen in gemischten (integrierten) Klassen unterrichtet. In den Hauptfächern Mathematik, Französisch und Englisch besuchen sie den Unterricht in Leistungsniveaus. Der Wechsel wird Anpassungen in der Unterrichtsorganisation, des Lernmaterials und der Lernraumgestaltung mit sich ziehen. Es soll ein differenzierter Unterricht entstehen, bei dem alle profitieren können. Auch der Deutschunterricht erfolgt in integrierten Klassen, denn die Textverarbeitung eignet sich beispielsweise gut für einen differenzierten Unterricht. Zudem werden im Deutschunterricht auch übergreifende und gesellschaftliche Themen behandelt. Oft findet ein Teil der Berufswahl im Deutschunterricht statt.

Das selbstständige und selbstorganisierte Lernen wird vermehrt gefördert. Während mindestens 5 Lektionen pro Woche besuchen die Schüler:innen das Lernatelier. Dort können sie dem Unterrichtsinhalt in den Fächern Deutsch, Mathematik, Räume und Zeiten und Gesellschaft sowie Natur und Technik selbständig nachgehen und sich vertiefen. Sie werden dabei von Lehrpersonen betreut und mittels Coaching-Gesprächen beim individuellen Lernprozess begleitet.

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